444. Rechtfertigung 20.-30.1.14

Studienkurs: „Bedingungslos anerkannt“ –
Die Rechtfertigungsbotschaft und ihre Bedeutung in der Gegenwart

Härle PinakothekDie Rechtfertigungsbotschaft und -lehre war über Jahrhunderte hin so etwas wie das theologische Markenzeichen der lutherischen Kirche und Theologie. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zeigte sich jedoch immer deutlicher, dass es außerhalb und innerhalb des evangelischen Christentums gravierende Verstehens- und Vermittlungsprobleme mit diesem Zentralthema gab. Daran wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten intensiv theologisch gearbeitet und auch Philosophen wie Odo Marquard und Schriftsteller wie Martin Walser entdeckten dieses Thema und erschlossen neue Zugänge zu ihm.

Heute wird kaum noch die irreführende Auffassung vertreten, das Rechtfertigungsthema habe sich erledigt und besitze keine aktuelle theologische und gesellschaftliche Bedeutung mehr. Im Gegenteil: Die Rechtfertigungsthematik ist in unserer Gesellschaft (vom Kindergarten bis zum Leben mit Altersdemenz) geradezu allgegenwärtig in Form der Frage, wie Menschen die Anerkennung finden können, die sie zum Leben brauchen – aber auch in Form der Frage, wie das Reden von Gott angesichts von Leid, Not und Bösem in der Welt gerechtfertigt werden könne. Dass die Rechtfertigungsbotschaft auf diese Fragen tragfähige Antworten enthält, wird freilich nur erkennbar, wenn bestimmte Verengungen ihrer Interpretation erkannt und überwunden werden.

Dem soll sich der Studienkurs widmen und so anleiten zu einem Predigen und Unterrichten über Rechtfertigung, das biblisch fundiert, theologisch durchdacht, lebenspraktisch verantwortet und verständlich vermittelbar ist.

Hier finden Sie das Detailprogramm als pdf

Zielgruppe: Pfarrerinnen und Pfarrer

Leitung: Studienleiter Dr. Rüdiger Gebhardt und Professor Dr. Wilfried Härle

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