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neues Karkenbookje Ausgabe No. 270 Weihnachten und Winter 2017/18

Liebe Freunde der Kirche Zum Guten Hirten in Münkeboe und Moorhusen,

anbei sende ich euch die neueste Ausgabe unseres Karkenbookje,
wünsche viel Spass beim Schnüstern und Herumblättern,

karkenbookje270.pdf

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Der Leitende Bischof der VELKD und das Theologische Studienseminar gratulieren dem neuen Ratsvorsitzenden

Hannover/Pullach. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), zu dessen Wahl gratuliert.

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

„Zu Deiner Wahl zum Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland gratuliere ich Dir im Namen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche sehr herzlich, schreibt Ulrich. „Du bist jemand, der gut auf die Menschen zugehen, sie mitnehmen und einbinden kann. Du bist sowohl ein schneller Denker als auch ein guter Zuhörer und verstehst es, theologische Sachverhalte verständlich zu kommunizieren.“

Auch das Team des Theologischen Studienseminars gratulierte Landesbischof Prof. Dr. Bedford-Strohm, der den Vorsitz des Beirates des Studienseminars innehat. „Wir schätzen Landesbischof Bedford-Strohm als jemanden, der die Arbeit des Theologischen Studienseminares unterstützt und auch theologisch begleitet. Gerade im Bereich gesellschaftlichen Fragestellungen sind wir dankbar für inhaltliche Impulse, die wir gern aufgenommen haben“, sagte der Rektor des Studienseminars, Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau.

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Trauer um Christof Schorling

Hannover/Pullach. Mit „Entsetzen und Fassungslosigkeit“ hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), auf die Nachricht vom tödlichen Angriff auf Christof Schorling, Superintendent und leitender Geistlicher der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden, reagiert. Der Freiburger Theologe wurde am Dienstag, dem 24. Juni, von einem mutmaßlich psychisch-gestörten Mann während eines seelsorgerlichen Gespräches niedergestochen.

Superintendent Christof Schorling

Superintendent Christof Schorling

In seinem Kondolenzschreiben sprach Gerhard Ulrich der Ehefrau Schorlings und seinen Angehörigen die tief empfundene Anteilnahme der VELKD aus: „Der Tod Ihres Mannes hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird“, so Ulrich. Ob als ständiger Gast der VELKD-Bischofskonferenz, in der vielfältigen Gremienarbeit des DNK/LWB und des Lutherischen Weltbundes (LWB) oder durch die Intensität seines Engagements in Gemeinde und Ökumene – „wir werden Christof Schorling schmerzlich vermissen: sein Engagement, seine Ideen, sein freundliches Wesen, seine tiefe Menschlichkeit.“

Ebenfalls erschüttert vom Tod Christof Schorlings zeigte sich der Präsident der 11. Generalsynode der VELKD, Professor Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann (Hamburg). „Sein stets abgewogener Rat und sein Einsatz für die lutherischen Kirchen werden uns fehlen – sei es in den Debatten der Generalsynode oder bei den Synodalpräsidestagungen der VELKD. Ihm dort nicht mehr zu begegnen, ist ein Verlust, dessen Größe wir noch gar nicht ganz ermessen können.“

Auch die Mitarbeitenden des Theologischen Studienseminars hat die Nachricht tief getroffen, denn Christoph Schorling war in Pullach mehrfach zu Gast.

Superintendent Christof Schorling hatte neben seinem Pfarramt in Freiburg seit 1999 zugleich die geistliche Leitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden inne. Er wurde 55 Jahre alt, er hinterlässt seine Ehefrau Bettina und drei erwachsene Kinder.

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Leitender Bischof führt Landesbischof Meyns ein

Ulrich und Meyns

Landesbischof Ulrich führt Landesbischof Meyns ein.

Hannover/Braunschweig. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Dr. Christoph Meyns in sein Amt als Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig eingeführt. In seiner Ansprache hob Ulrich hervor, dass das Bischofsamt zuallererst ein „pastorales Amt“ und ein „leitender Dienst“ sei, „der vom Wort des Friedens abgeleitet ist“. Der anwesenden Gemeinde sicherte er zu: „Sie bekommen einen Bischof, der freundlich zugewandt ist, der hinhören kann und der das offene Gespräch sucht und führt.“ Mit der Einführung von Christoph Meyns vollziehe sich ein Generationenwechsel. In seinem Dissertationsprojekt „Kirchenreform und betriebswissenschaftliches Denken“ habe Meyns Fragen des pastoralen Dienstes und der Leitung gekonnt miteinander verbunden, denn „alle Theologie will praktisch werden, aber auch alle Praxis braucht die theologische Reflexion.“

Der neue Landesbischof Meyns hält die Predigt.

Der neue Landesbischof Meyns hält die Predigt.

Für seine Aufgaben als Bischof einer Landeskirche sei Meyns gut vorbereitet. „Die unterschiedlichen, vielfältigen Profile als einen Reichtum zu begreifen, der gestaltet werden will – das ist eine besondere Herausforderung, der Sie sich mit all Ihren Erfahrungen stellen werden.“
Der eingeführte Landebischof hielt seine Predigt über eine Bibelstelle aus dem Evangelium nach Matthäus: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.“ (Matthäus 13,44)

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Erstes deutschlandweites Treffen der mittleren Leitungsebene

Zum Auftakt des „Zukunftsforums 2014 für die Mittlere Ebene“ der Evangelischen Kirche in Deutschland hat der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider heute (15. Mai) in Wuppertal an die vor 80 Jahren hier verabschiedete „Barmer Theologische Erklärung“ erinnert. Dieser herausragende theologische Text der Bekennenden Kirche aus der Zeit des Nationalsozialismus „gibt uns bis heute zentrale Wegweisungen für den Auftrag der Kirche in unserer Welt“, sagte der Ratsvorsitzende bei einer Pressekonferenz. Die Bindung an Jesus Christus als „das eine Wort Gottes“, wie sie die 1. Barmer These bezeugt, mache frei, das Gewohnte zu hinterfragen und nach Wegen in die Zukunft der Kirche zu suchen, erklärte Nikolaus Schneider.

In Wuppertal und dem Ruhrgebiet versammeln sich bis Samstag rund 800 leitende Repräsentanten aus Kirchenkreisen, Dekanaten und Synodalverbänden der Landeskirchen der EKD unter dem Motto „Informieren, Transformieren, Reformieren“, um sich über die Reform der Kirche auszutauschen.

Erstmals in der Geschichte der EKD finde ein solches Treffen für die so genannte „Mittlere Ebene“ statt, betonte der Ratsvorsitzende. Gerade die Superintendentinnen, Pröpste und ehrenamtlichen Leitungsmitglieder der Kirchenkreise haben nach Schneiders Worten „zentrale Aufgaben beim Wandel der Kirche zu schultern“, ihnen komme „eine Schlüsselrolle“ zu. Das Ruhrgebiet, in dem das Zukunftsforum der EKD am 16. und 17. Mai fortgesetzt wird, stehe wie kaum eine andere Region in Deutschland für einen Transformationsprozess, der auch für die evangelische Kirche Herausforderung und Aufgabe bleibe, so der Ratsvorsitzende.

Der Vizepräses der Synode der EKD Günther Beckstein machte auf die Rolle der Ehrenamtlichen bei der Gestaltung von Veränderungen in der Kirche aufmerksam. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden des EKD-Zukunftsforums sei nicht hauptamtlich bei der Kirche beschäftigt, sondern übernehme ehrenamtlich Leitungsverantwortung in den Kirchenkreisen und Dekanaten. Auch Beckstein wies auf die Barmer Theologische Erklärung hin: Deren 4. These habe deutlich gemacht, „dass die gesamte Gemeinde Verantwortung für das Glaubenszeugnis der Kirche trägt“. Ein EKD-weiter Austausch über die Erfahrungen und Beschwernisse solch einer Leitungsverantwortung ist außerordentlich hilfreich, so Beckstein.

Die Wuppertaler Superintendentin Ilka Federschmidt gab einen Einblick in die Herausforderungen des Reformprozesses auf der Mittleren Ebene. Am Beispiel des von ihr geleiteten Kirchenkreises Wuppertal verdeutlichte sie die „enormen Veränderungsprozesse im kirchlichen Leben“. Ein freiwillig und bewusst gestalteter Prozess habe dabei das Bewusstsein gestärkt, „evangelische Kirche in dieser Stadt und für ihre Menschen zu sein“, sagte Federschmidt. In solchen Umbruchsituationen entstünden zugleich „Aufbruchsituationen“, erklärte die Superintendentin.

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Kernbotschaft der Reformation: „Selbst denken!“ – EKD-Botschafterin Margot Käßmann würdigt Jan Hus in Prag

Die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, hat den tschechischen Reformator Jan Hus (um 1369–1415) gewürdigt: „Jan Hus und Martin Luther waren gleichermaßen Reformatoren. Dass auch der Kelch in der Gemeinde geteilt wird, war ihnen biblische Weisung. Die Predigt in der Sprache des Volkes war für beide ein entscheidendes Signal. Eine Reform der Kirche von den biblischen Wurzeln her war ihr Anliegen“, sagte Käßmann bei Gesprächen mit Vertretern der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche in Prag und resümierte: „Reformation in Europa ist ein Gesamtgeschehen, das im 15. Jahrhundert begann und im 16. Jahrhundert Kirche und Welt dramatisch veränderte.“
Die EKD-Botschafterin betonte weiter: „Die hussitische Kirche, die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder und die Evangelische Kirche in Deutschland wollen sich gemeinsam auf einen Weg des Gedenkens begeben, der nicht beim historischen Rückblick stehen bleibt, sondern die Herausforderungen und Chancen evangelischer Kirchen in säkularer Zeit gemeinsam formuliert und mutig die heute notwendigen Reformen in Angriff nimmt.“ In diesem Zusammenhang rief Käßmann dazu auf, religiöse Bildung stark zu machen. „Den Kirchen der Reformation geht es um gebildeten Glauben und der schließt auch den histo­risch-kritischen Blick auf den biblischen Text ein“, sagte Käßmann am heutigen Dienstag in einem Vortrag mit dem Titel „Was gibt es da zu feiern? Auf dem Weg zum Reformationsju­biläum 2017“, den sie heute in der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag hielt.
„Denken und reflektieren, verstehen können und fragen dürfen“, so Käßmann, sei und bleibe ein wichtiges „reformatorisches Anliegen“. Dieser wichtige Impuls konterkariere die Haltung „nicht fragen, schlicht glauben!“, die der Religion heutzutage häufig unterstellt werde und die in fundamentalistischen religiösen Ausprägungen auch anzutreffen sei, denn, so die EKD-Botschafterin: „Fundamentalismus – ob jüdischer, christlicher, islamischer oder hinduistischer Prägung – mag Bildung und Aufklärung nicht“. Jedweder Ausprägung von Fundamentalismus aber, so die Botschafterin weiter, stelle sich eine wichtige Kernbotschaft der Reformation entgegen, nämlich: „Selbst denken!“
Hannover, 25. März 2014; Pressestelle der EKD: Reinhard Mawick

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